Altstadt von Vigan

File 179In der Küstenstadt Vigan im Nordwesten der Insel Luzon scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Bei einem Spaziergang oder bei einer Fahrt Pferdekutsche durch die Straßen der Stadt fühlt man sich in die spanische Kolonialzeit zurückversetzt. Sicherlich ist diese romantische Atmosphäre auch dem Umstand zu verdanken, dass Teile der Stadt für den Verkehr gesperrt sind. Heute ist die Altstadt das einzige Zeugnis der 300-jährigen Herrschaft der Spanier auf den Philippinen. Durch Ankunft der Spanier wurde Vigan 1572 zur Stadt - mit dem damaligen Namen Villa Ferdinandina.

Neben Manila war Vigan einer der wichtigsten Umschlagsplätze im Handel zwischen Asien und Europa. Besonders dem angrenzenden Mestizo River verdankt die Stadt einen regen Handel, so dass ab dem 17. Jahrhundert ausländischen Händler prächtige Steinhäuser errichteten. Diese vermögende Oberschicht prägte die Architektur mit einer Mischung aus traditionellen Bautechniken und spanischen Einflüssen. Im Unterschied zu anderen spanischen Kolonialstädten lebt Vigans Stadtbild von der Fusion von chinesischen, spanischen und philippinischen Einflüssen.

Rund um den Plaza Salcedo reihen sich einige der bedeutendsten Gebäude der Stadt, wie das neoklassizistische Provincial Capitol Building, die Residenz des Erzbischofs aus dem 18. Jahrhundert und die zwischen 1790 und 1800 errichtete St. Pauls Kathedrale, einer der architektonischen Höhepunkte im Stadtbild. Vigan ist nach dem für spanische Kolonialstädte typischen Schachbrettmuster aufgebaut. Neben dem Plaza Salcedo ist sicherlich die Quezon Avenue touristische am weitesten erschlossen mit Unterkünften, Restaurants und Bars. Dennoch ist die Stadt nach wie vor nicht von Besuchern überlaufen und erhält sich so ihren kolonialen Charme.

Die Einzigartigkeit der Architektur der Altstadt verschaffte 1999 der Stadt die Erklärung zum UNESCO-Weltkulturerbe.