Angono Petroglyphen

File 182Die Petroglyphen von Angono in der Provinz Pizal sind die ältesten bekannten Steingravuren in den Philippinen. Entdeckt wurden sie 1965 von dem Archäologen Caslos V. Fransisco in den Bergen von Angono und Binangonan. 1973 wurden sie zum Nationaldenkmal der Philippinen erklärt und 1985 im World Inventory of Rock Art gelistet.

Die Gravuren liegen unter einem massiven Felsvorsprung. Durch das Ritzen in Tuffstein wurden insgesamt über 100 menschliche und tierische Figuren geschaffen. Die Gravuren bedecken die Felswand auf einer Länge von 25 Metern und einer Höhe von 3,7 Metern. Von der Aussichtsplattform hat man eine klare Sicht auf die gesamten Zeichnungen. Die Petroglyphen stehen in keinerlei Verbindung zueinander, was die Annahme zulässt, dass sie zu unterschiedlichen Zeiten angefertigt wurden. Eine grobe Datierung geht von einer Entstehung zwischen 2000 bis 3000 v. Chr. aus. Ausschlaggebend sind dabei die archäologischen Funden rund um den Felsvorsprung. Die Felszeichnungen weisen zudem Ähnlichkeiten mit Funden in Süd-Thailand, Sulawesi und Malaysia auf. Über die Bedeutung der Stätte liegen bisher keine gesicherten Erkenntnisse vor. Ein bemerkenswerte, eventuell nicht ganz zufällige Begebenheit ist die Nähe der Gravuren zu den heutigen Städten Laguna, Angono und Binangonan, die für ihr Kunsthandwerk und Holzschnitzereien bekannt sind.

Die Besichtigung der Steingravuren kann mit einem Besuch des dazugehörigen 1998 gegründeten Museums kombiniert werden. Von Manila aus sind die Petroglyphen in circa drei Stunden Fahrt zu erreichen und eigenen sich daher als Tagesausflug und Abwechslung zum betriebsamen Stadtleben.