Geschichte

 Jahr Ereignis
Ca. 70.000 v. Chr. erreichen die ersten Menschen die Philippinen wie archäologische Funde im Cagayan Valley beweisen.
 9. Jhdt. Es entsteht die erste chinesische Niederlassung: Tondo auf Luzón.
 ca 700 n. Chr. Die Philippinen werden kulturell vom buddhistisch-hinduistischen Großreich Sri Vijaya beeinflusst.
 ab 900 sind direkte Handelsbeziehungen zwischen der Insel Mindoro und China dokumentiert.
 ab 1300 nimmt das Majapalut-Reich Einfluss auf Teile der Philippinen.
 1380 erreicht Sharif Maqdum als islamischer Missionar Mindanao und verbreitet den Islam auf der Insel.
 1475 Sharif Mohammed Kabungsuwan von Johor heiratet eine einheimische Prinzessin und gründet das Sultanat von Maguinadanao. Auf deinem Herrschaftsgebiet und im Umkreis treibt er die Islamisierung voran. In dieser Zeit wird durch Rajah Sulayman Manila als Festung gegründet.  
 16.03.1521 entdeckt der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magallan die Philippinen. Er landet auf der Insel Homonhon und nimmt diese für die Spanier in Anspruch unter deren Flagge er segelt.
 1525-1542 erfolgen vier weitere spanische Expeditionen auf die Philippinen
 1542 gibt der Kommandant Ruy López de Villalobos den Inseln Samar und Leyte den Namen Las Islas Filipinas, zu Ehren des spanischen Infanten, späteren König Philipp II. Später wird der Namen für das gesamte Gebiet übernommen und somit erhalten die Insel ihren Namen, die Philippinen.
 27.04.1565 erreicht Miguel Lopez des Legazpi Visayas und errichtet mehrere Kolonialsiedlungen.
 1567 Spanische und mexikanische Soldaten errichten die Festung Fuerza de San Pedro auf Cebu.
 23.06.1569 Die Spanier nehmen offiziell das Archipel in Besitz.
 1570/71 wird die islamische Festung in Manila von den Spaniern erobert und eine befestigte spanische Altstadt, Intramuros, errichtet.
 1611 wird in Manila die Universidad de Santo Tomas, die älteste katholische Universität Asiens eröffnet.
 1762-1764 Die britische Invasion bildet die erste größere Zäsur in der spanischen Herrschaft auf den Philippinen.
 1764 zwingt der Pariser Frieden die Briten zum Abzug und die Philippinen gelangen erneut unter spanische Herrschaft.
 1821 Mit der Unabhängigkeit Mexikos werden die Philippinen der direkten Verwaltung Spaniens unterstellt, nicht mehr Neuspaniens.
 1834 der freie Handel wird auf den Philippinen eingeführt.
 1868 übernimmt der liberale  Carlos Maria de la Torre das Gouverneursamt.
 1872 wird in Europa die Propaganda-Bewegung von Exililustrados gegründet mit dem Ziel eine Autonomie der Philippinen zu erreichen und eine Mitbestimmung im spanischen Kongress zu erhalten.
 1892 gründet José Rizal, ein Exililsutrado, nach seiner Rückkehr auf die Philippinen die Liga Filipina. Gleich nach der Gründung wird er verhaftet und ins Exil auf Mindanao geschickt, was zu einem Zusammenbruch der Liga führt. Im gleichen Jahr bildet sich die nationalistische Protestbewegung Katipunan unter Andrés Bonifacio.
 1896 kommt es zu einem Befreiungskrieg gegen die spanische Kolonialmacht. José Rizal, der die Mitgliedschaft in der Katipunan verweigert hatte, wird dennoch der Mittäterschaft verdächtigt und hingerichtet. Er wird noch heute als Nationalheld gefeiert.
 10.05.1897 führen interne Streitereien in der Katipunan zur Tötung Bonifacios auf Anordnung seines Mitstreiters Emilio Aguinaldo.
 14.12.1897 kommt es zu einem Waffenstillstand mit Spanien. Nach Auszahlungen und der Genehmigung einer Amnestie gehen Aguinaldo und seine Männer ins Exil nach Hong Kong.
25.04.1898 erklärt Spanien Amerika den Krieg.
01.05.1898 wird die spanische Flotte in der Schlacht in der Bucht von Manila in wenigen Stunden von den Amerikanern zerstört.
19.05.1898 kehrt Aguinaldo nach Manila zurück um die Revolution für eine philippinischen Unabhängigkeit wiederaufzunehmen.
12.06.1898 erklären sich die Philippinen als unabhängig und Aguinaldo wird als Präsident eingesetzt.
14.08.1898 kapitulieren die Spanier nach Angriffen auf Intramuros und Amerika verkündet die Gründung einer Militärregierung.
04.02.1899 kommt es durch amerikanische Soldaten zur Erschießung eines philippinischen Soldaten - der Auslöser für den philippinischen-amerikanischen Krieg.
1901 wird Aguinaldo festgenommen. Bis zur Kapitulation
1902 führen die Revolutionäre unter General Miquel Malvar ihren Kampf fort. Die Philippinen werden nach der Kapitulation amerikanische Kolonie.
1907 wird ein gewähltes philippinischen Parlament zugelassen.
1913 werden unter Woodrow Wilson Maßnahmen ergriffen, die die Philippinen auf den Weg zur Unabhängigkeit bringen sollen.  
1916  wird nach dem Philippine Autonomy Act bzw. dem Jones Law ein philippinisches Repräsentantenhaus und ein philippinischer Senat eingerichtet.
1934  verabschiedet der amerikanische Kongress das Gesetz zur philippinischen Unabhängigkeit, den Philippine Independence Act bzw. Tydings-McDuffie Act.  
1935  beginnt, nachdem die philippinische Legislative das Gesetz anerkannt hat die zehnjährge Übergangszeit. Die Philippinen erhalten den Status eines halbautonomen Commonwealth. Präsident wird Manuel Luis Querén y Molina.
07.12.1941  besetzten nach dem Angriff auf Pearl Harbor und der Schlacht um die Philippinen die Japaner die Inseln.  
1942  bildet sich die kommunistische Widerstandsbewegung Hukbalakop, kurz Huk genannt, unter der Führung Luis Tarucs.
1944  gelingt es den USA nach fünfmonatigen Kämpfen die Philippinen zurück zu erobern, mit Ausnahme Manilas, das erst 
1945  zurückgewonnen wird. Große Teile der Stadt sind während der Kämpfe zerstört worden.  Amerika setzt die Commonwealth-Regierung, jetzt unter Präsident Sergio Osmena wieder ein.
04.07.1946 die Philippinen werden in die Unabhängigkeit entlassen. 
30.08.1951 angetrieben von den USA beteiligen sich die Philippinen am Koreakrieg. 
1963  unter Präsident Diosdado Macapagal erheben die Philippinen Anspruch auf Sabah, dass im gleichen Jahr durch den Sultan von Sulu an Malaysia übergeben wird. Noch heute ist die Sabah-Problematik ungeklärt.  
30.12.1965  Ferdinand Marcos wird Präsident der Philippinen. 
1966  Marcos entsendet Bataillone nach Vietnam um den USA zu helfen. 
1967/68  die Enteignung der Bauern und das Bevölkerungswachstum sorgen für eine 20%ige Arbeitslosenquote. Die Huk-Bewegung erhält großen Zulauf, wird von Marcos jedoch bis zur Niederlegung ihrer Aktivitäten bekämpft. 
1969  Marcos wird als erster Präsident der Philippinen wiedergewählt. Unter Jose Maria Sison kommt es zur Gründung einer maoistischen Untergrundarmee, der New People´s Army (NPA).
1970  in Manila brechen Studentenunruhen gegen das Regime aus. Die Proteste dauern zwei Jahre an.  
21.09.1972  Marcos verhängt das Kriegsrecht. Regimegegner werden verhaftet und Verbote gegen die oppositionelle Presse verhängt.  
17.01.1973  eine neue Verfassung führt das parlamentarische System ein.  
1975 der Vertrag von Tripolis wird ausgehandelt, der die Gründung einer autonomen Moslemregion vorsieht.
1976 Unzufriedenheit unter den Moros lässt die Kämpfe andauern.
1977 die Moro National Liberation Front (MNLF), 1971 gegründet, spaltet sich und es entsteht die Moro Islamic Liberation Front.
21.08.1986 der Oppositionsführer Benigno Aquino wird ermordet.
25.02.1986  Marcos flieht nach Unruhen ins Ausland. Die Witwe Aquinos wird bis zum 30 Juni 1992 Präsidentin.  
1987 eine neue Verfassung mit der Rückkehr zum Präsidialsystem wird ratifiziert.
1989  Gründung der Autonomous Region in Muslim Midanao. Es entsteht die Terrorgruppe Abu Sayyaf.
1992  die USA ziehen ihre Truppen von den Stützpunkten im Land ab nachdem die Verlängerung des Stützpunktvertrags nach der Eruption des Vulkans Pinatubo 1991 verweigert wurde. Der ehemalige Generalstabschef Fidel V. Ramos wird der erste protestantische Präsident.  
 02.09.1996 die Separatisten der MNLF und Präsident Ramos unterzeichnen einen Friedensvertrag.  
1998  Joseph Estrada wird Präsident. 
01.06.1999  das Visiting Forces Agreement (VFA), das die erneute Stationierung von US-Truppen zulässt, tritt in Kraft.  
20.01.2001  Präsident Estrada wird gestürzt, seine Nachfolge übernimmt Gloria Macapagal Arroyo.
2004 - 2006  kommt es immer wieder zu Bombenanschlägen durch Abu Sayyaf.
24.02.2006  wird nach einem Putschversuch bis zum 03.03.2006 der Ausnahmezustand verhängt. In der Folgezeit kommt es immer wieder zu politisch motivierten Morden auf den Philippinen.