Kulinarisches von den Philippinen

File 354Die asiatische Küche gehört mittlerweile, aufgrund ihrer frischen Aromen, dem einzigartigen Geschmack und der unvergleichlich exotischen Note, zu den Beliebtesten weltweit. Doch Asien ist groß und es existieren zahlreiche unterschiedliche Varianten innerhalb der asiatischen Küche, jeweils abhängig von Land und Region.
Neben den typisch einheimischen Küche gibt es auf den Philippinen natürlich auch westliche Restaurants und Fast Food Ketten. Diese findet man insbesondere in den größeren Städte wie Manila und Cebu City. Wer jedoch die regionalen Spezialitäten erleben möchte der probiert am besten die überall verbreiteten Straßenstände bzw. Straßenrestaurants, sogenannte Tura-Tura, aus. Die philippinische Küche ist geprägt von der Tatsache dass die Philippinen ein Inselstaat mitten im Pazifischen Ozean sind. Daher sind Fisch und Meeresfrüchte ein essentieller Bestandteil nahezu jeden Gerichtes. Auch die Insel selbst stellt viele der häufig verwendeten Zutaten wie Kokosnüsse, Mangos, Gemüse, Bananen und Chilis zu Verfügung.
File 366Die Philippinen haben im Laufe ihrer bewegten Geschichte die Vermischung zahlreicher Kulturen erlebt und sind auch heute noch ein Land vieler unterschiedlicher Ethnizitäten. Aufgrund dieser Vergangenheit ist die Küche der Philippinen heute geprägt von zahlreichen verschiedenen Einflüssen - sowohl durch die Ureinwohner des Landes als auch durch chinesische, amerikanische, spanische und asiatische Einflüsse. Inzwischen wird bei den Mahlzeiten meist normales Besteck verwendet, obgleich traditionell eigentlich mit den Händen gegessen wurde.
In den Philippinen werden bis zu fünf Mahlzeiten täglich gegessen, jedoch meist kleinere Portionen oder Snacks, und das Essen mit der ganzen Familie oder in großen Gruppen ist ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens. Obgleich der asiatische Einfluss in der philippinischen Küche deutlich spürbar ist, sind die meisten Gerichte doch wesentlich milder als in anderen asiatischen Ländern und können daher auch problemlos von Europäern gegessen werden. Den asiatischen Einfluss spürt man insbesondere anhand der verwendeten Gewürze wie beispielsweise Chili, Cumin, Zitronengras, Knoblauch, Ingwer und Koriander, sowie Zutaten wie Kokosmilch, Sojasoße und Erdnusssoße.
Als Zwischenmahlzeit oder Snack wird meist süßes Gebäck oder Brötchen aber auch gekochte Enteneier gegessen. Zu den Hauptgerichten ist neben Fisch und Meeresfrüchten auch Fleisch jedweder Art, meist Huhn, Rind oder Schwein, Bestandteil vieler Gerichte. Sowohl Fleisch als auch Fisch werden meist gedünstet, geröstet, gegrillt oder in Kokosmilch gekocht und mit Gemüse, Reis und unterschiedlichen Soßen als Beilagen gereicht. Reis wird nicht nur zu den Hauptmahlzeiten verwendet, sondern wird auch als Cracker, Pudding oder Kuchen gegessen.
Obwohl Reis die häufigste Beilage ist, ist er nicht die einzige, auf den Philippinen gibt es auch asiatische Nudeln, Kartoffeln, Frühlingsrollen und Teigtaschen. Anders als in vielen westlichen Ländern werden auf den Philippinen meist alle Gänge auf einmal serviert. Nach dem Hauptgericht wird in der Regel auch immer Dessert gegessen. Auch hier zeigt sich die multikulturelle Küche der Philippinen und es werden viele Desserts mit Einflüssen aus aller Welt serviert. Neben typisch westlichem Nachtisch wie Kuchen und Flans gibt es auch Gebäck aus Reis und Kokosnuss, sowie Eis, Pudding und frittierte Bananen. Viele Desserts werden mit Kokosmilch, Schokolade, Karamell, Reis, Früchten und Eis hergestellt. Die philippinische Küche bietet ein breite Palette an Gerichten an und spiegelt in ihrer Multikulturalität die bewegte Geschichte und die vielen unterschiedlichen Nationalitäten auf dem Inselstaat wieder. Trotz der vielen Einflüsse findet man doch in allen Gerichten den Geschmack und die Seele des Landes wieder.