Reisterrassen von Banaue

Im Zentrum der Insel Luzon liegt eines der ältesten Bauwerke der Philippinen und heute eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Landes: die Reiseterrassen von Banaue.

In sanften Wellen überziehen die Reisfelder die gebirgige Landschaft. Auf circa 1500 Meter über dem Meeresspiegel erstrecken sich die Terrassen über fast 10 Quadratkilometer. Teilweise haben die Berghänge eine Steigung von bis zu 70% und manche Felder sind gerade mal zwei Meter breit. Diese von Menschenhand geschaffene Naturschönheit gehört zu den absoluten Must-Does bei einer Reise auf die Philippinen.

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Vor etwa 2000 Jahren begannen die Anwohner der Gegend, die Ifugao mit dem Bau der Reisfelder mit einfachstem Werkzeug und bloßen Händen. Bis heute wird der Anbau fortgesetzt, jedoch ist das Interesse der jüngeren Generation gesunken was zu Erosionserscheinungen führt, da die Terrassen eine regelmäßigen Pflege benötigen. 

Die Reisterrassen von Banaue gelten als das achte Weltwunder. Die einheimische Bezeichnung bedeutet im Deutschen "Stufen zum Himmel". Man sollte unbedingt eine Trekkingtour durch die Felder machen und die Ortschaften Batad und/oder Batang besuchen, in denen man das alltägliche Leben der Ifugano hautnah erleben kann. In Batad lohnt sich außerdem ein Abstecher zu den Tappia Falls. Besonders die Wintermonate sind für einen Besuch geeignet, da dann meist klare Sicht herrscht und man den besten Blick auf die Reisterrassen genießen kann.

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Die Reisterrassen von Banaue gehören zu einer Gruppe verschiedener Reisfelder in der Region. Man sollte sich daher wenn man entsprechend interessiert ist bei einem Besuch einige Tage in Banaue eine Unterkunft nehmen und auch die anderen in der Nähe gelegenen Terrassen von Batad, Bangaan, Mayoyao und Hungduan besuchen, die alle seit 1995 UNESCO-Weltkulturerbe sind.